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Was ist zu tun im Todesfall eines Familienangehörigen?

January 3rd, 2015 in Natur by Tobi

Sicherlich gehört der Tod zum Leben dazu. Dennoch ist der Verlust eines Familienmitglieds ein schreckliches Ereignis. Und als ob nicht schon genug Last auf den Betroffenen läge, kommen auch noch massenhaft Verpflichtungen dazu, die ein Todesfall mit sich bringt.

Religion

Sonderurlaub beantragen

Stirbt ein Familienmitglied, so haben arbeitende Angehörige ein Recht auf Sonderurlaub. Der erste Schritt sollte daher sein, den Arbeitgeber zu verständigen. Mit diesem sollte geklärt werden, wie viele Tage für Verwandte zur Verfügung stehen und ob bei der Beerdigung ein Sonderurlaub genehmigt werden kann.

Checkliste

Eine Checkliste nach einem Todesfall ist empfehlenswert, weil solch ein Ausnahmezustand die psychische Gesundheit stark belastet. Betroffene können mit dieser Liste die erforderlichen Unterlagen Schritt für Schritt bearbeiten

  • Sterbeurkunde beim Standesamt anfordern, ratsam sind gleich mehrere Ausfertigungen. Dazu werden Personalausweis und Geburtsurkunde, bei Ehepaaren Heiratsurkunde bzw. Familienstammbuch benötigt.
    • Die Sterbeurkunde erhalten mindestens folgende Institutionen:

    • Rentenversicherungsträger
    • Krankenkasse
    • Banken
    • Versicherungen
  • Versicherungsunternehmen der Lebens- oder Sterbegeldversicherung innerhalb von 48 Stunden benachrichtigen.
  • Beim Rentenversicherungsträger Witwen- bzw. Waisenrente beantragen
  • Die Krankenkasse innerhalb eines Monats informieren
  • Todesfall an weitere Versicherer weiterleiten (Haftpflicht, Kfz, Rechtsschutz, Krankenzusatzversicherungen etc.)
  • Liegt ein Testament vor, so muss dies beim Nachlassgericht vorgelegt werden
  • Verträge (Telefon), Abonnements (Zeitschriften) und Mitgliedschaften (Verein) abmelden
  • Leider gibt es keinen Wegweiser, auf dem steht: Hier geht’s zur Sterbegeldversicherung! Aber eine solche Checkliste kommt dem ziemlich nahe.

    Familie und Verwandte

    Die Benachrichtigung der Familienmitglieder ist eine außerordentlich schwere Aufgabe. Die Telefonbücher sollten sorgfältig abtelefoniert werden. Gespräche mit Hinterbliebenen fordern viel Feingefühl. Unpassend sind Äußerungen wie: ‚Wo ist das Testament?’ und ‚Hier geht s zur Sterbegeldversicherung!

    Im Kreise der Familie muss die Art der Beisetzung und Trauerfeier geklärt werden. Ein Bestattungsinstitut muss ausgewählt und engagiert werden. Bei Bedarf können Traueranzeigen formuliert und angemeldet werden.
    Falls sich der Verstorbene aufgrund eingeschränkter Gesundheit im Pflegeheim oder Krankenhaus aufhielt, so sollten sich die Angehörigen die persönlichen Wertgegenstände aushändigen lassen.

    Der Verlust eines lieben Angehörigen ist nicht einfach. Für die vielen Entscheidungen, die ein Todesfall mit sich bringt, wird Ruhe benötigt. Ratschläge von Bestattungsunternehmen und anderen Außenstehenden sind zwar gut gemeint. Die endgültigen Entscheidungen sollten sich die Angehörigen jedoch nicht nehmen lassen.

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