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Verhütungsmittel im Vergleich

May 8th, 2016 in Gesundheittipps by Redaktion

Generell unterscheidet man drei Möglichkeiten, um sich vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Chemische Mittel werden direkt vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide appliziert. Zur Auswahl stehen Schaumovula oder Cremen, die Spermien abtöten bevor sie in die Gebärmutter gelangen. Diese Mittel werden gerne von Frauen eingesetzt, die eher selten Geschlechtsverkehr haben oder aus irgendeinem Grund andere Verhütungsmethoden ablehnen. Sogenannte mechanische Antikonzeptiva verhindern das Eindringen von Spermien in den Gebärmutterhals, indem sie diesen verschließen. Das sicher bekannteste Verhütungsmittel in dieser Kategorie ist das Diaphragma, das von der Frau selbst eingesetzt werden kann. Allerdings ist für das Einsetzen des Diaphragmas einige Übung notwendig, sitzt es an der falschen Stelle, ist das Schwangerschaftsrisiko deutlich erhöht. Eine weitere Möglichkeit der mechanischen Verhütung ist die Portiokappe, die über den Gebärmutterhals gestülpt wird. Besten Schutz erzielt man, wenn man sich die Portiokappe vom Gynäkologen einsetzen lässt. Seitdem in den 1960er Jahren die Pille auf den Markt kam, wurde das Risiko für ungewollte Schwangerschaften gesenkt. Die meisten Frauen vertrauen heute auf hormonelle Verhütung. Die Pille wurde immer weiterentwickelt und kommt mit immer niedriger dosierten Hormonmengen aus. Dadurch konnten auch Nebenwirkungen deutlich reduziert werden. Minipillen werden jede hormonellen Verhütungsmittel genannt, die kein künstliches Östrogen enthalten. Zu den hormonellen Antikonzeptiva gehören aber auch das Verhütungspflaster oder die Dreimonatsspritze.

Welche Verhütungsmethode ist die richtige für mich?
Für welche Art der Verhütung man sich entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren entscheiden sich meist für die Pille. Gerade Frauen unter 20 Jahren bevorzugen die Pille, weil sie bei schweren Formen von Akne hilft und das Hautbild verbessern kann. Bei richtiger Anwendung ist die Pille sicher eines der sichersten Verhütungsmittel überhaupt. Allerdings muss man sich darüber im klaren sein, dass die Pille einen Eingriff in den Hormonhaushalt darstellt. Hat man keinen fixen Partner, sollte man zusätzlich zu jeder Verhütungsmethode auch ein Kondom verwenden. Nur dieses schützt nämlich nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten. Frauen, die generell Kinder haben möchten, aber die Familienplanung auf später verschieben, sind mit mechanischen Verhütungsmittel gut beraten. Im Gegensatz dazu kann es bei der langjährigen Einnahme der Pille einige Zeit dauern, bis sich ein normaler Zyklus eingestellt hat. Frauen, deren Familienplanung bereits abgeschlossen ist, wählen gerne länger wirkende hormonelle Verhütungsmittel. Dazu gehört zum Beispiel die Dreimonatsspritze, eine Hormonspirale oder ein Hormonimplantat. Bei diesen Mitteln braucht man über Monate oder gar Jahre hinweg nicht an die Verhütung denken. Der Nachteil dabei ist aber, dass man bei Nebenwirkungen nicht sofort reagieren kann. Bei der Dreimonatsspritze zum Beispiel dauert es wie der Name schon sagt drei Monate bis die Wirkung – und somit auch die Nebenwirkungen – nachlassen. Die Dreimonatsspritze ist übrigens auch für stillende Mütter geeignet.

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