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Rundum gesund dank einer Kieferregulierung

February 25th, 2015 in Gesundheit by Wolfgang

ZahnvorsorgeDurch eine Kieferregulierung werden Fehlstellungen der Kieferknochen zueinander und von Zähnen im Kiefer behoben oder so weit wie möglich gemindert. Solche Fehlstellungen beeinträchtigen die Kaufunktion und verursachen Folgeschäden am Gebiss. Oft sind sie zudem für Verspannungen und Schmerzen an Kopf, Hals, Schultern und Rücken verantwortlich.

Spangen und Zahnschienen helfen

Der Kieferorthopäde benutzt zur Kieferregulierung herausnehmbare oder feste Zahnspangen (Brackets) und Zahnschienen. Die aufwendigste und teuerste aber unauffälligste Form sind die von innen an den Zähnen befestigten Brackets. Bei Kindern wird eine Behandlung oft schon beim vorzeitigen Verlust von Milchzähnen notwendig. Kommtt der dauerhafte Zahn noch nicht nach, können sich die verbleibenden Milchzähne verschieben. Auch zu spät ausfallende Milchzähne können Fehlstellungen verursachen.

Manchmal hilft nur noch eine OP

Oft genügt es bei Heranwachsenden die Zahnstellung zu korrigieren. Eine tatsächliche Kieferregulierung, also eine Korrektur der Knochenstellung mittels Spangen ist bis etwa zum 14. Lebensjahr möglich. Bei Erwachsenen geht es meist um die Korrektur von Zahnfehlstellungen und -bewegungen. Auch dafür können Spangen und Schienen verwendet werden, solange sich die Zahnbewegungen in engen Grenzen halten. Ansonsten muss eine Kieferoperation erfolgen. Bei Kindern und Jugendlichen dauert die Behandlung etwa ein halbes bis drei Jahre, bei Erwachsenen um die zwei Jahre.

Nicht versorgte Zahnlücken sind schuld

Ursache für Fehlstellungen im Alter sind häufig nicht korrigierte Mängel aus der Kinderzeit. Solche Kieferfehlstellungen führen auf Dauer zu einem falschen Kauverhalten und verursachen dann Schäden am gesamten Gebiss. Zähne drehen sich, wandern oder kippen. Durch die nicht aufeinandertreffenden Kauflächen wird die Selbstreinigung der Zähne beeinträchtigt. Die Folgen sind Karies und häufige Zahnfleischentzündungen. Engstellungen beeinträchtigen die Vitalität des Kieferknochens und verursachen Parodontitis. Im Erwachsenenalter führen nicht versorgte Zahnlücken häufig dazu, dass Zähne wandern oder im Kiefer kippen.

GKV zahlt bei Kindern und schweren Fällen

Die Kosten einer Kieferregulierung können sich auf mehrere tausend Euro belaufen. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre werden kieferorthopädische Behandlungen nach Einzelfallprüfung in der Regel von den Gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Zunächst muss ein Eigenanteil entrichtet werden, der nach erfolgreicher Behandlung erstattet werden kann. Eine Kostenübernahme bei Erwachsenen erfolgt nur in schweren Fällen, wenn das Kauen und Beißen sowie das Sprechen und Atmen erheblich eingeschränkt sind.

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