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Nasenherpes – wenn der Herpes in der Nase sitzt

April 12th, 2018 in Sport & Gesundheit by Lorenz

Genau wie bei dem gefürchteten Lippenherpes ist der Erreger eines Herpes in der Nase ein Virus aus der Reihe der Herpes-Simplex-Viren. Übertragen werden diese Viren (Typ 1 = HSV-1 und Typ 2= HSV-2) meist durch Schmierinfektionen und/oder durch sexuelle Kontakte. Sind diese Viren erst einmal in deinen Körper gelangt, so bleiben sie dort ein Leben lang und können jederzeit erneut aktiv werden. Dann hast du Lippenherpes, Nasenherpes, Herpes im Mund oder eine der anderen Herpes-Arten.

Symptome und Verlauf des Nasenherpes

Oft tritt der Virus an Schleimhäuten auf, was auch erklärt, warum bei vielen Personen die Nase betroffen ist. Das nennt man dann Herpes nasalis, umgangssprachlich auch einfach Nasenherpes.

Phase 1

Genau wie beim Lippenherpes startet der erneute Ausbruch eines Nasenherpes oft mit Jucken, Brennen und Kribbeln. Regelmäßig sind die stellen auch rot und du verspürst ein Gefühl unangenehmer Spannung.Herpes unternehmen.

Phase 2

Kurz darauf bilden sich die ersten Bläschen. Diese sind meist besonders schmerzhaft und füllen sich mit einer klaren Flüssigkeit, die voller Herpesviren ist. Dies Flüssigkeit ist übrigens hochgradig ansteckend und du solltest sie nicht mit anderen Personen oder Gegenständen in Berührung bringen. Vermeide es auch, diese Flüssigkeit mit deinen Händen an deinem eigenen Körper zu verteilen, nimm lieber ein sauberes Taschentuch, wenn du Flüssigkeit abtupfen willst. Vor allem in den Augen kann ein Herpes mitunter zu Sehverlust oder gar Erblindung führen.

Zwischen Phase 1 und Phase 2, wenn sich gerade erst die Bläschen bilden, ist übrigens der beste Zeitpunkt, um mit der Behandlung zu beginnen (siehe weiter unten).

Phase 3

Im dritten, dem vorletzten Stadium eines Herpes platzen die Fieberbläschen auf. (Zur Erinnerung: die Flüssigkeit ist hochgradig ansteckend).

Besondere Vorsicht ist in diesem Stadium auch beim „Nase hochziehen“ angesagt. Die Herpesviren können dadurch die Nase hochwandern und dadurch wird die Behandlung und eine schnelle Heilung noch unwahrscheinlicher. Falls du einen Herpes oben in der Nase hast, solltest du auch unbedingt zum Arzt.

Phase 4

In dieser Phase heilt der Herpes ab. Auf den betroffenen Stellen bilden sich Krusten und Schorf. Diese sind in der Nase besonders unangenehm und können aufreißen. Mit dem Niesen und dem Nase putzen (ins Taschentuch schneuzen) solltest du jetzt sehr vorsichtig sein. Durch das ständige Aufreißen heilt der Herpes an der Nase leider meist schlechter ab, als zum Beispiel an der Lippe.

Achtung Neurodermitiker!

Wenn du unter Neurodermitis leidest, musst du besonders acht geben. Deine Haut ist meist sehr trocken und bereits geschwächt oder sogar entzündet. Leider verteilt sich dadurch oft das Virus im ganzen Gesicht. Das nennt man eine Superinfektion, bei der du sofort einen Arzt aufsuchen solltest. Wie bereits oben beschrieben, besteht die Gefahr, dass der erpes auf das Auge überspringen kann. Und leider ist dies bei einer Herpes-Infektion im Gesicht noch eher wahrscheinlich.

Effektiv gegen den Nasenherpes vorgehen

Wenn du den Herpes an den äußeren Nasenflügeln, bzw. am unteren Rand der Nasenöffnung hast, kannst du dich vorsichtig selbst behandeln. Sollte der Herpes bereits richtig in der Nase sitzen (höher als 1/2 cm), suche bitte sofort einen Arzt auf. Ebenso, wenn du dich mit der Behandlung unsicher fühlst.

Um die Fieberbläschen direkt in der Entstehung zu behandeln, ist Wasserstoffperoxid bestens geeignet. Häufig bleiben die Bläschen sogar ganz aus, wenn du das Wasserstoffperoxid direkt aufträgst, sobald du ein Jucken und Kribbeln verspürst.

Ein weiteres gutes Hausmittel ist von jeher Teebaumöl. In Teebaumöl sind Wirkstoffe enthalten, welche desinfizierend wirken und die Viren abtöten. Darüber hinaus beruhigt Teebaumöl die infektiösen Stellen. Hier findest du weitere Informationen über Teebaumöl.

Zahncreme wird übrigens auch häufig als Mittel gegen Herpes genannt. Allerdings solltest du nicht mehr unbedingt darauf setzen. Während früher in beinahe allen Zahnpasten Zink enthalten war (Zink lindert Entzündungen), so ist dies heute nicht mehr der Fall. Heutige Zahnpasten enthalten normalerweise kein Zink mehr. Das bedeutet, dass heutige Zahnpasten die Stelle zwar stark austrocknen würden, aber keine desinfizierenden Stoffe mehr enthalten sind. Dadurch können weitere Viren oder Bakterien eindringen.

Auch Honig ist ein Mittel, welches gut gegen einen Nasenherpes wirkt. Allerdings muss man aufpassen. Im Honig ist ein bestimmter Stoff, der antibakteriell wirkt (Methylglyoxal, siehe Wikipedia). Während eine wirklich starke Wirkung bei „normalem“ Honig nicht nachgewiesen ist, so hat der gute Manuka-Honig ein vielfaches dieses besonderen Wirkstoffes und kann dadurch gegen einen Herpes in der Nase helfen. Dieser Wirkstoff kommt übrigens aus den Blüten des Manuka-Baumes (Südseemyrte), von dem der Honig seinen Namen hat. Klicke hier für weitere Informationen über Manuka-Honig.

Der Herpes sitzt bereits oben in der Nase

Solltest du nicht sicher sein, ob der Herpes nur im unteren, sichtbaren Nasenbereich aktiv ist, so gehe bitte umgehend zu einem Arzt. Starke Herpesinfektionen in der Nase werden häufig nicht nur mit einer aciclovirhaltigen Creme (bzw. mit einem ähnlichen Stoff wie Valaciclovir, Penciclovir oder Ganciclovir) behandelt, sondern zusätzlich auch durch eine Tablettentherapie, weil die Cremes nicht mehr ausreichen.

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